Ursachen von Mobbing

Rahmenbedingungen, die Mobbing begünstigen

1. Mängel in der Organisation

Häufig begünstigen schlechte Strukturen im Betrieb die Entstehung von Konflikten damit von Mobbing. Z. B. wenn Verantwortlichkeiten unklar sind, wen nicht geklärt ist, wer für was genau zuständig ist, kann es Reibungspunkte geben. Manchmal sind auch Fehler in der Arbeitsablauforganisation, z. B. Leerzeiten, Überlastungen, Unterbesetzung, Überlastung und Stress Ursachen für Konflikte.

2. Qualität der Leitung/Führung

Eine häufige Ursache für Konflikte liegt in der mangelnden Führungskompetenz von Vorgesetzten. Ein guter Vorgesetzter, eine gute Vorgesetzte müssen vernetzen können, bei Problemen im Betrieb eingreifen und eine transparente Kommunikationsstruktur im Betrieb schaffen können. Er/sie muss in der Lage sein, neue Mitarbeiter/-innen zu integrieren, Konfliktgespräche sachlich zu führen und auf seine/ihre Mitarbeiter/-innen zuzugehen. Ein paar Grundregeln sollte jede Führungskraft beherzigen, um Mobbing im Betrieb den Nährboden zu entziehen:

Grundregeln für Führungskraft

  • mit offenen Augen durch den Betrieb gehen
  • Gelegenheiten für offene Gespräche schaffen
  • Mitarbeiter/-innen an den Arbeitsplätzen aufsuchen
  • Vertrauliches für sich behalten
  • Versuchen sich in Mitarbeiter/-innen hineinzuversetzen
  • Auf Fehlzeiten, Beschwerden reagieren
  • Weniger reden, mehr zuhören

Persönliche Motive für Mobbing

Häufig verbergen sich hinter Mobbing "niedere" Motive. Die wirkliche Ursache, die sich hinter dem Mobbing verbirgt, kann oft nicht offen geäußert werden.

4 Motive spielen bei Mobber/-innen häufig eine Rolle:

1. Der/die Mobber/-in fühlt sich benachteiligt

Er/sie ist neidisch auf eine/-n Kolleg/-in, fühlt sich zurückgesetzt. Ob dies objektiv auch so ist, spielt für die Entstehung von Mobbing keine Rolle, das subjektive Empfinden ist ausschlaggebend. Diese Gefühle kann der/die Mobber/-in nicht offen äußern, sondern versteckt sie hinter bösartigen Angriffen auf die vermeintliche Ursache der Benachteiligung.

2. Verdecken eigener Unfähigkeit

Vor allem Vorgesetzte reagieren oft mit Mobbing gegenüber ihren Untergebenen, wenn sie den Eindruck haben, die sind der Situation nicht gewachsen. Häufig werden auch Kolleg/-innen gemobbt, eben weil sie ihre Arbeit sogar sehr gut machen und damit das Unvermögen anderer aufzeigen.

3. Eine offene Auseinandersetzung wird als Risiko empfunden

Die wirklichen Ursachen oder Motive kann der/die Mobber/-in nicht nennen, weil diese vielleicht nicht akzeptiert werden würden oder weil er/sie nicht in der Lage ist, konstruktiv einen Konflikt auszutragen.

4. Mobber/-in will Macht über Betroffene/-n haben

Manchmal steckt auch einfach nur das Bedürfnis nach "Macht" hinter Mobbing. Man sieht, dass die bösartigen Angriffe Wirkung auf die betroffene Person haben und erlebt dadurch die Macht des eigenen Handelns.

Wie gesagt, es geht bei den genannten Ursachen nicht darum, ob sie objektiv vorhanden sind, ausschlaggebend ist nur die subjektive Wahrnehmung durch die mobbende Person!