Die Katholische Arbeitnehmerbewegung ist internationale Bewegung.

Ein wirksamer Einsatz für eine gerechte Weltordnung, die die Menschenwürde eines jeden Menschen respektiert, setzt eine nüchterne und sachliche Analyse der internationalen Beziehungen voraus. Daraus ergeben sich vielfältige Konsequenzen für unser Handeln in den Industrieländern:

  • Abbau des Protektionismus in seinen vielfältigen Formen
  • Handelserleichterungen für ökonomisch schwache Länder
  • Schuldennachlass oder Maßnahmen zur Entschuldung
  • Strukturanpassungen in den Industrieländern
  • Verzicht auf Verbreitung fragwürdiger Konsummuster
  • Energieeinsparungen
  • Abfallvermeidung und Wiederverwertung von Rohstoffen
  • massive Reduktion von Schadstoffen
  • Ökologisch nachhaltige Steuerreform

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung als internationale Bewegung muss ihren Einsatz für eine gerechte Weltordnung als Querschnittsaufgabe und nicht nur als Tätigkeitsfeld unter vielen anderen betrachten. Das Motto "Global denken, lokal handeln" ist dafür eine gute Leitlinie. Sein spezifisches Gepräge erhält der Einsatz dadurch, dass der Verband eine kirchliche Nichtregierungsorganisation ist, die sich besonders den Menschen in der modernen Arbeitswelt verpflichtet fühlt.

Leben in Armut und ungerechten Strukturen verhindert ein menschenwürdiges Leben. Unser solidarisches Handeln mit allen Menschen soll ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung treibt durch ihr solidarisches Handeln den Bewusstseinsprozess für eine gerechte Weltordnung bei ihren Mitgliedern und in der Gesellschaft voran.

Die Aktionsfelder des KAB-Diözesanverbandes sind:

Engagement für eine gerechte Weltordnung in Kirche und Gesellschaft

  • Die Menschenrechte für alle Menschen, ob im Inland oder Ausland und unabhängig von Religion und Rasse, auf allen Ebenen einfordern.
  • Öffentliche Aktionen für einen Wandel in der Sozial- und Wirtschaftspolitik weltweit
  • Entschiedener Widerstand in der Öffentlichkeit und im privaten Leben gegen Rassismus und Diskriminierung ausländischer Mitbürger
  • Infokampagnen für eine gerechte Weltordnung und fairen Handel
  • Unser Glaube an Jesus Christus, der uns Menschen weltweit zu Brüdern und Schwestern vereint, treibt uns an.

Internationale Partnerschaften

Gelebte Solidarität drückt sich durch unseren Austausch und unsere Partnerschaft mit Menschen in Europa und weltweit, besonders in den armen Ländern aus.

Die Eigenaktivitäten unserer Partner in der dritten Welt erfordern wirklich partnerschaftliche Beziehungen, die durch Austausch und enge Zusammenarbeit gepflegt werden. Durch dieses gegenseitige Geben und Nehmen lernen wir voneinander. Obwohl wir uns als die Reicheren sehen, müssen wir die Rolle des geduldig und demütig Lernenden annehmen. Besuche vor Ort fördern diesen Lernprozess.

  • Die Internationalität der Bewegung drückt sich in dem weltweiten Zusammenschluss aller KAB-Bewegungen zur Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer und -nehmerinnen (WBCA)aus.
  • Auf europäischer Ebene haben sich die Christlichen Arbeitnehmerverbände in der Europäischen Bewegung Christlicher Arbeitnehmer und -nehmerinnen (EBCA) vereinigt.
  • Internationale Partnerschaften des Diözesanverbandes:
    Projektpartnerschaft mit der Frauenorganisation FIVOY in Fianarantsoa, Madagaskar
  • Partnerschaft mit der madagassischen christlichen Arbeitnehmerbewegung IRAY AINA

Die Globalisierung von unten ist unsere gelebte Solidarität

Der Motor der internationalen Aktion des Diözesanverbandes ist der Internationale Ausschuss

„Es gehört zu unserer Identität, dass wir Internationale Bewegung sind“

Albin Krämer, Bundespräses der KAB