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07.11.2017

Der arbeitsfreie Sonntag muss auch am Heiligabend gelten

Der katholische Sozialverband ruft seine Mitglieder auf, am Sonntag, dem 24. Dezember, nicht nur nicht einzukaufen, sondern sich in den örtlichen Vereinen gemeinsam gegen Ladenöffnungen am Heiligen Abend auszusprechen.

Eine zeitlich befristete Öffnung an Heiligabend ist in einzelnen Bundesländern wie etwa in Bayern zulässig, sofern vor allem Lebens- und Genussmittel im Angebot sind. Ebenfalls unterschiedlich sind die möglichen Öffnungszeiten in den Bundesländern. Die KAB befürchtet, dass viele Kommunen in den Bundesländern die unterschiedlichen Regelungen zum Sonntagsschutz ausnutzen werden.

Forderung nach stressfreiem Weihnachtsfest
Mit einer Brief-Aktion an die Einzelhändler durch die über tausend Basisgruppen der KAB will sich der katholische Sozialverband bundesweit aktiv für einen arbeitsfreien Heiligen Abend in diesem Jahr einbringen. Die Vereine vor Ort sollen dafür gezielt auf Einzelhandelsgeschäfte in ihrem Ort zugehen und diese auffordern, ihre Geschäfte an diesem Tag geschlossen zu halten. Damit unterstützt die KAB die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die die Verbraucher ebenfalls zum Kaufverzicht am Heiligen Abend in diesem Jahr aufgerufen hat. "Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern. Wenn Heiligabend dieses Jahr ein Sonntag ist, ist die Überlegung, gerade an diesem Tag die Sonntagöffnungszeiten anwenden zu wollen, unglaublich zynisch", sagte Stefanie Nutzenberger, verantwortlich für den Bereich Handel im Verdi-Bundesvorstand.

KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl appellierte daher auch an die Geschäftsinhaber im Einzelhandel, die Belange der meist beschäftigten Frauen und Mütter stärker zu berücksichtigen und ihnen ein stressfreies Weihnachtsfest zu bescheren. Etl verweist auf den Discounter Aldi, der sich klar gegen eine Sonntagsöffnung am Heiligen Abend ausgesprochen hat. 

Matthias Rabbe
Pressereferat
der KAB Deutschlands