13.05.2012 HB, Seite 20

Elfriede Eichfelder beim Papstgeburtstag

Das Heinrichsblatt berichtet am 13. Mai in der Ausgabe B auf Seite 20:

Elfriede Eichfelder war mit bayerischer Delegation beim Papstgeburtstag

Geistige Wachheit und Brillanz bewundert

Bamberg (cid) — Einen Rosenkranz mit dem Papstwappen und ein Heft mit Liedern, die bei einem ganz besonderen Ereignis gesungen wurden — Elfriede Eichfelder wird beides hoch in Ehren halten. Die Bambergerin — in vielen Bereichen engagiert, als Stadträtin, im sozialen wie im kirchlichen Bereich — war Mitglied der bayerischen Delegation, die Papst Benedikt XVI. in Rom zu seinem 85. Geburtstag gratulierte. Der Besuch im Vatikan sei ein Höhepunkt ihres Lebens gewesen, macht sie deutlich.

Eichfelder war als „sozial hoch engagierte Bürgerin“ vom bayerischen Sozialministerium vorgeschlagen und von der Staatskanzlei zur Teilnahme an dem eintägigen Rombesuch eingeladen worden. Mit ihr reisten vom Flughafen München aus Vertreter von Verfassungsorganen und Staatskanzlei, von Kirchen und Glaubensgemeinschaften, von Kommunen, Wirtschafts- und Arbeitnehmerverbänden und eine Zahl sozial wie auch kirchlich hoch engagierter Personen aus den verschiedenen Regionen Bayerns.

„So schnell bin ich noch nie im Vatikan gewesen“, berichtet die Stadträtin unter Hinweis auf die Polizeieskorte, die die Delegation vom Flughafen aus schnurstracks ins Zentrum der katholischen Christenheit gebracht hatte.

Knapp 200 Gäste fanden sich schließlich in der Cappella Paolina ein, um mit Papst Benedikt an seinem Geburtstag die Heilige Messe in lateinischer Sprache zu feiern, an der Spitze Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und die Bischöfe der bayerischen Diözesen sowie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Ganz besonders beeindruckt war Eichfelder von der frei gehaltenen Predigt des Papstes, in der er einen Rückblick auf sein Leben warf, aber auch von den sehr persönlichen Worten, in denen er sich „vor der letzten Wegstrecke meines Lebens“ stehend sah. Es waren „bewegende Worte“, erinnert sich das Delegationsmitglied. Die geistige Wachheit und Brillanz des Redners Benedikt seien durchgeschienen. Seine Ansprache habe Ruhe und Gelassenheit ausgestrahlt.

Nach dem Gottesdienst, nach einem Gang durch Säle, Flure, Loggien, begleitet von der Schweizergarde, trafen die Bayern in der Sala Clementina erneut mit dem Papst zusammen. Benedikt XVI. zeigte sich erfreut über die Vielfalt der Delegation, in der er „gleichsam ein Spiegelbild der inneren und äußeren Geografie meines Lebens versammelt“ sah. Die Ansprache des Ministerpräsidenten und von Erzbischof Marx, das Überreichen von Geschenken, musikalische Darbietungen, die einen Bezug zu Benedikts Heimat herstellten, die Dankesworte des Kirchenoberhaupts hatten die Audienz geprägt.

Gemeinschaftsbildend und zu Herzen gehend war schließlich laut Eichfelder auch die mit dem Papst gemeinsam intonierte Bayernhymne. Vor dem Heimflug war die Delegation noch in der deutschen Botschaft zu Gast.

Das Treffen mit der bayerischen Delegation war die einzige öffentliche Feier, an der Papst Benedikt an seinem Geburtstag teilnahm. Ein „ganz normaler Arbeitstag“ mit „bayerischer Unterfütterung“ sollte der Ehrentag laut Privatsekretär Georg Gänswein sein.

Im Audienzsaal traf Elfriede Eichfelder mit ihrer Schulkollegin Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Erzbischof Ludwig Schick zusammen. Foto: privat