14.08.2011 Heinrichsblatt, S27

Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Hildegard Eiser

Hoffnungsvoll aktiv

Bamberg (cid) - Hildegard Eiser ist mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern ausgezeichnet worden. Bei der Überreichung von Urkunde und Ehrennadel in Bayreuth, an der auch die Vorsitzende des Bürgervereins Gaustadt, Daniela Reinfelder, teilnahm, würdigte Staatssekretärin Melanie Huml Eiser als „unermüdliche, hoffnungsvolle und treibende Kraft, die mit Ausdauer und Visionen das Leben der ganzen Pfarrgemeinde prägt und mit trägt“.

Huml erinnerte in ihrer Laudatio an Eisers jahrzehntelange aktive Tätigkeit beim Ortsverband Gaustadt der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und im Katholischen Frauenbund (KDFB), Zweigverein St. Josef/Gaustadt, an die Tätigkeit in verschiedenen pfarrlichen Gremien und Verbänden, zeitweise auch als Vorstandsmitglied. Sie wies besonders auch auf das musikalische Engagement Eisers hin, die seit mittlerweile einem halben Jahrhundert als Organistin in der Pfarrei und im Seniorenzentrum fungiert, im Kirchenchor mitgewirkt hat und vor fünf Jahren den Chor im Seniorenzentrum mitbegründet hat, den sie bis heute leitet.

Die Ausgezeichnete habe über Jahrzehnte hinweg ihre Zeit und Energie in uneigennütziger Weise in den Dienst ihrer Mitmenschen gestellt: „Sie sind damit ein herausragendes Beispiel gelebten bürgerschaftlichen Engagements.“

Die aus Uffenheim stammende Hildegard Eiser hatte auch den Seniorenkreis und den Helferkreis des Seniorenzentrums mit ins Leben gerufen und war in überpfarrlichen Gremien wie dem Dekanatsrat und dem Diözesanrat sowie beim Caritasverband für die Stadt Bamberg aktiv. Das Zweite Vatikanische Konzil habe die Mitverantwortung der Laien für die Gestaltung der Kirche herausgestellt. Gerade dies habe sie bewogen sich in vielen Bereichen ehrenamtlich zu engagieren, betont Eiser.

Da sie viel Gutes erlebt habe sei es ihr auch wichtig dies an andere weiterzugeben. Wichtig ist der Geehrten heute, dass Außenstehende angesprochen werden, dass sie einbezogen und bewogen werden können wieder eine Verbindung zur Kirche aufzunehmen. Auch dieser Gedanke sei immer Bestandteil ihres Handelns gewesen. In der Pfarrei war es ihr immer ein besonderes Anliegen, die Verbände bekannt zu machen und zu gemeinsamem Tun zu veranlassen.

Kopie des Originalberichts

Quelle: Heinrichsblatt, Ausgabe B, Nr. 33/34, 14./21.08.2011, auf Seite 27