27.04.2016 FT, Seite 14

KAB-Kreisverbandstag 2016

Der FT berichtet am 27.04.2016 auf Seite 14:

KAB dankt treuen Stützen des Verbands

Bamberg - „Verantwortlich wirtschaften und handeln“ lautete das Motto des Kreisverbandstags der Katholischen Arbeitnehmerschaft (KAB) Bamberg Stadt. Die Frage, wie man in der globalisierten Welt von heute nachhaltig leben, arbeiten und gut wirtschaften könne, stieß auf breites Interesse.

So bezeichnete Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner das Jahresthema der KAB als ein wichtiges Zeichen gegen Verschwendung und soziale Missstände. Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz würdigte die KAB als Verband, der stets wertvolle Beiträge zur gesellschaftspolitischen Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung leiste.

Pfarrer Matthias Bambynek regte an, den Slogan „Geiz ist geil“ in eine neue innere Haltung des Konsumenten „Geist ist geil“ umzudeuten. Erzbischof Schick bezeichnete die drei Prinzipien der Christlichen Soziallehre „Personalität, Subsidiarität und Solidarität“ als entscheidende Garanten für eine gerechte und friedvolle Gesellschafts- und Weltordnung.

Elfriede Eichfelder wurde für ihr langjähriges Engagement in der KAB und ihr energisches und entschlossenes Auftreten für die Belange der KAB im Stadtrat, besonders bei der Allianz für den Sonntag, geehrt.

Diözesanvorstand und Kreisvorstand hatten beantragt, für überaus engagiertes Wirken in der KAB-Gemeinschaft St. Heinrich und bei der KAB Bamberg Stadt Angelika Scherzer die Ehrennadel der KAB in Rot für besondere Verdienste um die KAB-Gemeinschaft zu verleihen. Scherzer sei auch deshalb ein Vorbild, auch weil sie weiter mit großem Engagement die Entwicklung der KAB-Gemeinschaften im Osten Bambergs begleite.

Bei der Wahl der Kreisverbandsleitung wurde Renate Zeißner als Vorsitzende und Diakon Josef Geißinger als Präses gewählt. Als Stellvertreter stellten sich Brigitta Titze, Udo Scherzer und Norbert Schnugg sowie Heinrich Hummel als Kassier zur Verfügung.
Renate Zeißner

Das Heinrichsblatt berichtet am 22.05.2016 auf Seite 19:

Zum Gruppenbild stellte sich die gewählte Kreisverbandsleitung auf (auf dem Bild fehlt Norbert Schnugg). Fotos: Udo Scherzer
KAB Diözesanpräses Albert Müller verlieh die „Rote Ehrennadel" an Angelika Scherzer.

Kreisverbandstag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Bamberg Stadt

Zutiefst ethische und christliche Aufgabe

„Verantwortlich wirtschaften und handeln“ - so lautete das Motto des diesjährigen Kreisverbandstags der Katholischen Arbeitnehmerschaft (KAB) Bamberg Stadt im Pfarrheim St. Urban in Bamberg. Die Frage, wie man in der globalisierten Welt von heute nachhaltig leben, arbeiten und gut wirtschaften kann, stieß auf ein breites Interesse.

So bezeichnete der 3. Bürgermeister der Stadt Bamberg, Wolfgang Metzner, in Vertretung des Oberbürgermeisters, das Jahresthema der KAB als ein wichtiges Zeichen gegen Verschwendung und soziale Missstände. Der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz (SPD) würdigte die KAB als Verband, der stets wertvolle Beiträge zur gesellschaftspolitischen Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung leiste. Als weitere Ehrengäste wurden auch die Stadträte Anne Rudel (CSU), Elfriede Eichfelder (CSU), Herbert Lauer (Freie Wähler), Norbert Tscherner (BBB) und Mathias Eckardt (DGB) begrüßt.

Der Hausherr von St. Urban, Pfarrer Matthias Bambynek, regte in seiner Begrüßung an, den Slogan „Geiz ist geil“ in eine neue innere Haltung des Konsumenten „Geist ist geil“ umzudeuten. Erzbischof Dr. Ludwig Schick betonte in seinem, von der Kreisvorsitzenden Renate Zeißner vorgelesenen Grußwort, die drei Prinzipien der Christlichen Soziallehre „Personalität, Subsidiarität und Solidarität“ als die entscheidenden Garanten für eine gerechte und friedvolle Gesellschafts- und Weltordnung.

Im Studienteil des Kreisverbandstags stellte der Diözesanpräses der KAB, Dekan Albert Müller, in seinem Referat zunächst die Frage, welche gemeinsamen Berührungspunkte Ökonomie und Theologie in Politik und Gesellschaft aufweisen. „Verantwortlich wirtschaften und handeln" - so seine These - sei eine zutiefst ethische, christliche Aufgabe, die letztlich in der Verantwortlichkeit vor Gott, der Schöpfung und der Menschen begründet sei. Dekan Albert Müller bezog sich in seinen Ausführungen besonders auf das päpstliche Lehrschreiben „Laudato si", in dem Papst Franziskus die renditegetriebene kapitalistische Wirtschaft und den exzessiven Lebensstil der Reichen anprangert.

Eine ökologische Umkehr müsse zunächst die überaus enge Verquickung von Umwelt- und Gerechtigkeitsfragen erkennen, damit Ausbeutung von lebensnotwendigen Ressourcen zum Nutzen aller Menschen wirksam bekämpft werden könne. Nur durch radikales wirtschaftliches Umdenken sei für die Mehrheit der Weltbevölkerung der Weg aus dem Elend hin zu einem menschenwürdigen Dasein möglich.

Als konkretes politisches Handeln wies der Referent auf das Engagement der KAB gegen TTIP und auf das Projekt „Madagaskar - Hilfe zur Selbsthilfe" der KAB im Erzbistum Bamberg hin. Aber auch die persönliche Lebenshaltung jedes Einzelnen, sein kritisches Konsumverhalten sowie die Sorge um die Menschen und ihre Arbeitsbedingungen weltweit müssten an den zentralen Werten Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde gemessen werden.

Danach wurde Elfriede Eichfelder für ihr langjähriges Engagement in der KAB und ihr energisches und entschlossenes Auftreten für die Belange der KAB im Stadtrat, besonders bei der Allianz für den Sonntag, geehrt.

Eine weitere Ehrung war vom Diözesanvorstand und vom Kreisvorstand der KAB beantragt worden. Für ihr überaus engagiertes Wirken in der KAB Gemeinschaft St. Heinrich und bei der KAB Bamberg Stadt verlieh Dekan Albert Müller Angelika Scherzer die Ehrennadel der KAB in Rot für besondere Verdienste um die KAB Gemeinschaft.

In seiner Laudatio stellte er Angelika Scherzer als Vorbild für die gesamte KAB heraus, auch weil sie weiterhin mit großem Engagement die Entwicklung der KAB Gemeinschaften im Osten Bambergs mit Rat und Tat begleitet.

Bei der abschließenden Wahl der Kreisverbandsleitung wurde Renate Zeißner als Vorsitzende und Diakon Josef Geißinger als Präses gewählt. Als Stellvertreter stellten sich Brigitta Titze, Udo Scherzer und Norbert Schnugg sowie Heinrich Hummel als Kassier zur Verfügung.       Renate Zeißner

Siehe dazu auch unseren Bildbericht.