05.12.2016 HB Seite 14

KAB-Seniorenwallfahrt zur Benediktinerabtei Plankstetten

Das Heinrichsblatt berichtet am 4. Dezember 2016 auf Seite 14:

Die Benediktinerabtei Plankstetten war in diesem Jahr das Ziel der KAB-Diözesan-Seniorenwallfahrt, die unter dem Motto „Alles meinem Gott zu ehren“ stand. Etwa 630 KAB-Senioren erreichten bei der Sternwallfahrt mit vierzehn Bussen die Klosteranlage und dokumentierten dadurch auch ihre soziale Verantwortung in und für unsere Gesellschaft. Schon bei der Anreise wurden die Teilnehmer mit Gesängen und Gebeten auf diesen Tag eingestimmt und Fürbitte gehalten für die Anliegen der Arbeitnehmer, wie etwa ein gerechter Lohn, für gute Arbeitsbedin­gungen, um einen Arbeitsplatz und für einen sicheren. Diese Themen wurden später auch im Wallfahrtszug und im Gottesdienst weiter vertieft. Vom Innenhof des Klosters startete der kurze Wallfahrtszug zur Abtei. Das Pontifikalamt zele­brierte Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg zusammen mit KAB Diözesanpräses Albert Müller sowie weiteren sieben Konzelebranten. Wallfahrten haben mit Auf­brüchen und Bewegung zu tun, so Abt Sonnenberg in seiner Predigt und er spannte den Bogen zur Schmerzhaften Mutter Gottes, die auch mit unserem Leid vertraut ist und Trost, Wärme und eine tiefe Geborgenheit schenke.

Bevor der offizielle Teil der Wallfahrt mit Dankworten von KAB Diözesanpräses Al­bert Müller und dem gemeinsamen KAB-Lied „Freunde steht auf“ beendet wurde, spielte der Wallenfelser Musikverein auf. Die einzelnen Busgruppen hatten ein individuelles Nachmittagsprogramm geplant, besichtigten aber auch die Abteikirche samt Krypta sowie die Einrichtungen des Klosters.

Foto: KAB

Nachstehend der ungekürzte Originalbericht.

KAB Seniorenwallfahrt zur Benediktinerabtei Plankstetten

Jedes Jahr an einem Dienstag Ende August veranstaltet der Diözesanverband Bamberg der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) eine große Seniorenwallfahrt zu stets wechselnden Orten. Dazu reisen die KAB-Senioren mit Bussen aus allen Teilen der Diözese an. In diesem Jahr war die Benediktinerabtei Plankstetten das Ziel der 21. Sternwallfahrt der KAB Bamberg, unter dem Motto „Alles meinen Gott zu ehren”. Die Benediktinerabtei Plankstetten liegt in eindrucksvoller Hanglage im Sulztal zwischen Beilngries und Berching und gehört zu den eindrucksvollsten und kunsthistorisch wertvollsten Klosteranlagen in Naturpark Altmühltal.

Etwa 630 KAB-Senioren erreichten mit vierzehn Bussen die Klosteranlage und sie dokumentierten dadurch auch ihre soziale Verantwortung in und für unsere Gesellschaft. Denn schon bei der Anreise wurden die Teilnehmer mit Gesängen und Gebeten auf diesen Tag eingestimmt und Fürbitte gehalten für die Anliegen der Arbeitnehmer, wie etwa ein gerechter Lohn, für gute Arbeitsbedingungen, um einen Arbeitsplatz und für einen sicheren. Diese Themen wurden später auch im Wallfahrtszug und im Gottesdienst weiter vertieft.

Vom Innenhof des Klosters startete der kurze Wallfahrtszug, angeführt von Ministranten und 21 Fahnenabordnungen, dem KAB Diözesanpräses Dekan Albert Müller und begleitet vom Musikverein Wallenfels zur geschichtsreichen Abteikirche Plankstetten. Da die Kirche zusätzlich bestuhlt war, fanden alle Senioren einen Sitzplatz. Ein Pater erläuterte vor dem Gottesdienst kurz die geschichtliche Entwicklung der Abtei und die Innenausstattung der Kirche. Das Pontifikalamt zelebrierte Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg, mit dabei KAB Diözesanpräses Albert Müller sowie weiteren sieben Konzelebranten, KAB-Präsides und Priestern die zurzeit als Urlaubsvertretungen in der Diözese eingesetzt waren.

Wallfahrten habe mit Aufbrüchen und Bewegung zu tun, so Abt Sonnenberg in seiner Predigt und er spannte den Bogen zur Schmerzhaften Mutter Gottes, die in Plankstetten sowie hauptsächlich im Süden Bayerns sehr verehrt wird. Ein Bildnis dieser Darstellung war extra aus dem Kloster im Altarraum aufgestellt worden. Diese Madonna hat Tränen im Gesicht, Maria ist durch das Tal der sieben Schmerzen gegangen, so wie auch viele von uns – wie er durch Beispiele ansprach – ähnliche Schicksale erleiden. Die Tränen auf den Wangen der Gottesmutter sind immer auch unsere Tränen und Schmerzen. Maria als Schmerzens Mutter ist auch mit unserem Leid vertraut und sie schenkt uns Trost, Wärme, eine tiefe Geborgenheit und das ist wahrhaft eine große Gnade.

Nach dem Wegfall einer Realschule, die das Kloster dreißig Jahre betrieben hatte und des Internats suchte das Kloster nach neuen Aufgaben und Einnahmequellen. So wurde unter anderem die Landwirtschaft des Klosters auf organisch-biologische Wirtschaftsweise umgestellt und nach und nach folgten die diversen Klosterbetriebe. Seit 1998 werden im Riedenburger Brauhaus aus der Plankstettener Braugerste die Plankstettener Klosterbiere gebraut. Beim gemeinsamen Mittagessen der Wallfahrer im Klosterhof konnten alle Teilnehmer das vorzügliche Essen aus klostereigenem Anbau genießen und teilweise auch das Bier kosten. Bei dieser Wallfahrt konnte man hautnah das „Ora et labora” der Benediktiner erleben. Die Planungen und die Organisation um den ganzen Tag waren einfach spitze.

Bevor der offizielle Teil der Wallfahrt mit Dankworten von KAB Diözesanpräses Albert Müller und dem gemeinsamen KAB-Lied „Freunde steht auf” beendet wurde, spielte nochmals der Wallenfelser Musikverein auf. Die einzelnen Busgruppen hatten ein individuelles Nachmittagsprogramm geplant. Dennoch hatten die meisten Teilnehmer noch Gelegenheit sich die Kirche samt Krypta näher anzuschauen, sich im Klosterhofladen oder im christlichen Buchladen umzusehen, den Missionsbasar, die Klosterschenke oder die verschiedenen Ausstellungen zu besuchen.

630 KAB-Senioren erlebten einen eindrucksvollen Tag, verbunden im Glauben und Solidarität und sie durften ein großartiges Gemeinschaftserlebnis in der Benediktinerabtei Plankstetten erfahren.

Udo Scherzer

Der Wallfahrtszug um das Kloster Plankstetten wurde von 21 Fahnenabordnungen der KAB angeführt.
In Bildmitte Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg und KAB Diözesanpräses Albert Müller.
Blick in die vollbesetzte Abteikirche.
Auszug der Fahnenabordnungen nach dem Pontifikalamt.
Gemeinsames Mittagessen der Wallfahrer im Klosterinnenhof von Plankstetten.

Sehen Sie dazu auch unseren Bericht.