27.11.2008 KAB Weiden

Kindererziehung ist mehr wert

Weiden/Bamberg. „Man kann doch das Lächeln einer Mutter nicht bezahlen“ meinte jemand bei der Diskussion über die Rente für Kindererziehungszeiten. Lächeln ist zwar wichtig, aber damit ist es nicht getan. Vor allem die ersten Monate fordert ein Kind Pflege, rund um die Uhr. Wenn es Hunger hat, schreit es unerbittlich, bis es gestillt wird. Auch wenn sich das kleine Menschlein allmählich auf den Tagesablauf seiner Umgebung einstellt, beansprucht es noch viele Jahre Arbeit, Begleitung und Geduld bei seiner Eroberung der Welt, bis es erwachsen ist und für sich selbst sorgen kann. Wer diese Arbeit leistet, hat keinen geregelten Arbeitstag, keine 35- oder 40-Stundenwoche, auch keinen Urlaub. Alle wissen, dass diese Arbeit notwendig ist, für den Fortbestand der Gesellschaft.

Papst Johannes Paul sagte, wer sie verrichtet, hat Anspruch auf die gleiche „ökonomische Anerkennung“ wie andere Arbeitende, also Recht auf Lohn und Rente im Alter.

Die Bundeskanzler Schmidt und Kohl stellten eine Rente in Aussicht, der eine 1980, der andere 1983. Der Bundestag machte auch 1986 einen ersten kleinen Schritt. Er beschloss, dass Erziehende je Kind ein Erziehungsjahr in der Rente angerechnet erhalten. Ein zweiter Schritt folgte: Für Geburten ab 1992 werden drei Erziehungsjahre angerechnet, so als hätten Erziehende für einen Durchschnittsverdienst Versicherungsbeitrag bezahlt. Gefordert und grundsätzlich anerkannt waren aber je Kind 6 Jahre anzurechnen.

Wir alle leben im Alter von der Arbeit einer nachwachsenden Generation. Auch Kindererziehende haben einen Anspruch auf eine angemessene Rente im Alter! Die KAB will die Politik an ihr Versprechen erinnern und richtet an den Bundestag eine Petition. Sie bittet alle, diese Petition mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.

Unterschriftenlisten liegen, bis zum 27. November 2008, im Büro der KAB-Bamberg, Ludwigstraße 25, 96052 Bamberg aus.

Quelle: Pressmitteilung der KAB Weiden