02.10.2011 Heinrichsblatt

Seniorenwallfahrt nach Amberg

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Bamberg lädt zur Seniorenwallfahrt zur Basilika St. Martin in Amberg ein. Nach Ankunft am Amberger Congress Centrum (ACC) beginnt der Pilgerzug durch die Fußgängerzone zur Basilika St. Martin. Dort feiern die Wallfahrer unter Leitung des KAB-Diözesanpräses Dekan Pfarrer Albert Müller einen gemeinsamen Gottesdienst, der unter dem Motto „Gerechtigkeit durch Teilhabe“ steht. Am Nachmittag ist eine Fahrt zur Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg geplant, die dann im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.

  • 30. August
  • Kosten: KAB-Mitglieder 27 Euro, Nichtmitglieder 29 Euro
  • Information und Anmeldung unter Tel.: o9 51 / 91 69 10, Fax: o9 51 / 6 91 49, 
    E-Mail: info@kab-bamberg.de
  • Anmeldeschluss: 19. August

Quelle: Heinrichsblatt, Ausgabe B, Nr. 33/34, 14./21.08.2011, auf Seite 29

Seniorenwallfahrt der KAB nach Amberg

Gerechtigkeit durch Teilhabe

Bamberg / Amberg (ds) — Da staunten die Amberger nicht schlecht, als etwa 650 Frauen und Männer der KAB aus der gesamten Erzdiözese Bamberg singend und betend durch Amberg in die Basilika St. Martin zogen. Der Wallfahrtszug wurde von zahlreichen Bannern der einziehen KAB-Gemeinschaften, vom Frankenwald bis nach Nürnberg, und der Blaskapelle Wallenfels begleitet.

In der Basilika erlebten die Senioren einen eindrucksvollen Gottesdienst mit KAB-Diözesanpräses Albert Müller und den Mitzelebranten Monsignore Andreas Straub und Pfarrer Bochalski aus Stettin, der zur Urlaubsvertretung in Pautzfeld und Hallerndorf war.

Wie ein roter Faden zog sich das Thema der Wallfahrt „Gerechtigkeit durch Teilhabe“ auch durch den Gottesdienst und die Predigt von Diözesanpräses Albert Müller. Wer teilnimmt am Leben anderer, merkt, wie sein eigenes Leben bereichert wird. „Durch unsere Teilnahme an der Eucharistie verwirklicht sich die tiefste Teilhabe im Glauben. Wenn also Leben und Glauben existenziell von Teilhabe abhängen, dann müssen wir — vor allem als KAB — sehr aufmerksam sein, wo Menschen von Teilhabe ausgeschlossen sind“, so Müller.

 Auch wenn in Deutschland die Arbeitslosenzahlen auf einen erfreulich niedrigen Stand gesunken sind, so sind es doch rund drei Millionen Menschen, die nicht am Arbeitsleben teilhaben können. Dazu kommen viele, die trotz Arbeit nicht vom Lohn, den sie erhalten, leben können. Nach Müllers Worten hat die KAB recht, wenn sie eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Arbeit fordert, wenn sie sich für einen gesetzlichen Mindestlohn und eine gerechte Entlohnung der Leiharbeitnehmer einsetzt.

„Solange Rentner immer wieder Nullrunden hinnehmen müssen“, so Diözesanpräses Müller, „solange Familien für die Erziehung von Kindern nicht die nötige steuerliche Entlastung erhalten, solange Lohnsteigerungen weit hinter der Inflationsrate zurückbleiben, während gleichzeitig Besserverdienende geschont und manche Einkommensarten an der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben außen vor bleiben, ist keine Gerechtigkeit gegeben.“ Und er forderte die KAB auf, sich ihrer Aufgabe und Berufung gerecht zu werden, für Gerechtigkeit durch Teilhabe einzutreten und mit Bündnispartnern Protest zu erheben. Denn es braucht einen Aufschrei, der gehört wird. „Wer schweigt, der stimmt zu!“, so der Schlussappell von Müller.

Für den Nachmittag hatten die einzelnen Busbegleiter individuelle Programme vorbereitet.

Singend und betend zogen die Teilnehmer der KAB-Seniorenwallfahrt in die Basilika St. Martin in Amberg ein. Foto: Stark

Kopie des Originalberichts
Quelle: Heinrichsblatt, Ausgabe B, Nr. 40, 02.10.2011, auf Seite 15

Siehe dazu auch unsere Bilder von der Wallfahrt