Aktuelles

22.11.2019

Grundrente reicht nicht aus.

Dies betont Andreas Luttmer-Bensmann, Bundesvorsitzender der KAB. „DasKonzept der Grundrente ist ein erster Schritt, um auf die Nöte derjenigen zu reagieren, die von Altersarmut betroffen oder bedroht sind und unter diese Regelung fallen!“

Die KAB spricht sich daher für die Umsetzung der solidarischen Alterssicherung mit einer Sockelrente aus. Das Rentenbündnis der katholischen Verbände begrüßt einerseits den Kompromiss. Doch dieser sei nur„für einen bestimmten Teil der Versicherten mit geringen Alterseinkommen wirksam“. So berücksichtige die Grundrente der Bundesregierung lediglich Versicherte, die mindestens 35 Jahre „Grundrentenzeiten“ aufzuweisen haben. Diese Grenze schließe viele ältere Menschen aus, die lediglich ein Jahr weniger vorzuweisen haben.

Besonders Versicherte mit langen Erwerbsarbeitszeiten mit Minijob oder Teilzeitarbeit im Niedriglohnbereich mit einem Bruttomonatslohn von 778 Euro (Ost = 718 Euro) profitieren nicht, da Zeiten mit weniger als 0,24 Entgeltpunkten pro Jahr nicht in die Durchschnittsberechnungen einfließen und somit nicht aufgewertet werden. Nicht zuletzt haben auch jene Verluste, die von der Grundrente profitieren könnten. Wer trotz verdoppelter Rentenanwartschaften unterhalb des Grundsicherungsniveaus bleibt, muss auf eine Freibetragslösung ausweichen. Damit blieben maximal 106 Euro zusätzlich zur Grundsicherung.

Das Rentenbündnis der katholischen Verbände verweist erneut auf das Modell der Sockelrente, das umfassender gegen Altersarmut schützt.